Tips und Tricks | Laminat
Für den Bau einer Rumpfschale gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Zum einen sicher der klassische Holzbau mit einer Beplankung aus Balsa- Sperr- oder Zedernholz zum anderen der Bau mit Glas- oder Kohlefaser.
Über den Bau einer Schale aus Holz können (und wurden) viele Seiten geschrieben werden.
Da ich lieber mit GFK oder CFK arbeite, widme ich mich lieber diesem Thema.
Für den Bau einer GFK-Schale hat sich ein Laminataufbau aus 2 x 105 und einer Decklage aus 49 g/qm.
Dabei ist es relativ egal ob in einer Positiv- oder Negativform laminiert wird. Die 49er Decklage verhindert das sich das Gewebe im laufe der Zeit auf der Außenseite abzeichnet.
Die Rumpfschalen wiegen (abhängig von der Laminiertechnik und Oberflächengröße) in der Regel um die 65 bis 75 g.
Für einen CFK-Rumpf hat sich ein Laminataufbau mit zwei Lagen 93 g/qm sehr bewährt. Der Rumpf erreicht eine ausreichende Festigkeit und geringes Gewicht (geringe Harzaufnahme).
Um in einer Negativform eine glatte Oberfläche zu erzielen, kann die Form vor dem Laminieren mit Gelcoat oder angedicktem Epoxydharz (Thixotropiermittel) eingerollt werden. Sobald die Oberfläche angeliert ist, kann das Laminat aufgetragen werden. Wird zu lange mit dem Laminieren gewartet gehen die Deckschicht und das Laminat keine ausreichende Verbindung ein (ablösen der Deckschicht). Wird zu früh mit dem Laminieren angefangen wird die Oberfläche nicht einwandfrei und es kann neben einer unschönen Oberfläche zu kaum sichtbaren Löchern im Laminat führen.
Durch den Einsatz einer Vakuumpumpe wird bei gleichem Laminataufbau ein geringeres Gewicht bei höherer Festigkeit erreicht. Eine Aussage wie weit das Gewicht reduziert wird kann ich (noch) nicht geben.
Dünnere Laminate als die beschriebenen sind sicher möglich, bringen aber nur eine geringe Gewichtsersparnis (~10 bis 15g) bei einer erheblichen Reduzierung der Festigkeit.
Zum einen fangen die Rümpfe im Wasser (bei Welle) an zu arbeiten, zum anderen erfordert das Handling an Land etwas mehr Sorgfalt.
Autor: Arne Semken