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Vor dem Hüdehus | 2. Lauf zum Regio-Cup Ost , Krakow am See

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Es war mal wieder so weit. Nach dem ersten Lauf zum RegioCup Ost am 1.3. in Berlin, wo sich Sturmtief EMMA kräftig ins Regattageschehen eingemischt hatte, waren bei tollem Frühlingswetter beim zweiten Wertungslauf in Krakow am See erneut 14 RG-Segler am Start. Neben vielen bekannten Gesichtern aus dem Osten und Norden konnte Organisator Ulli Burbath auch zwei Neulinge vor der malerischen Kulisse des Krakower "Hüdehus" begrüßen. Dirk und Michael waren das erste Mal dabei, wobei Michael aus Berlin sogar ein bisschen Prominenz darstellte.

Vielen in Berlin und dem Umland ist sicher die Segelschule Hering ein Begriff - Michael, Gründer und langjähriger Besitzer dieser Segelschule, hat jetzt im "Unruhestand" Gefallen an der Modellsegelei gefunden und trat mit nagelneuer Banquish von der RC-Station zu seiner ersten RG-Regatta an. Für mich war das ein Wiedersehen nach ca. 15 Jahren. Damals habe ich bei Michael kurz hintereinander drei Seescheine gemacht, was mir aus verschiedenen Gründen noch gut in Erinnerung ist.

Ulli hatte sich unheimlich mit der Organisation ins Zeug gelegt. Verpflegung, Unterstand, Startstelle und einige Helfer waren organisiert, so dass der Regattabetrieb reibungslos klappte. Auch das Wetter spielte mit, wenn auch der Wind manchmal etwas heftig drehte und zwischendurch immer mal wieder etwas arg flau wurde.

Die RG-Flotte wird im Osten ganz klar von einem Bootstyp dominiert. 4 "Banquishs" waren am Start, das sind Boote, die nach einem von Ulli Burbath modifizierten IOM Riss der Vanquish gebaut sind. Ulli selbst war mit dem Prototyp dabei. Andre und Michael aus Berlin hatten nagelneue Kohle-Banquishs, die in der Negativform der RC-Station von Manfred Prothmann gebaut wurden, und Steven aus Alt-Stahnsdorf trat mit einer Banquish der ersten Bauserie, laminiert über einem Positivkern an.

Ebenfalls gut vertreten war die Laerke. 3 Boote nach dem bekannten IOM-Riss waren am Start, darunter der amtierende deutsche Meister.

2 Offsets vom Zeichenbrett von Arne Semken aus Lübeck waren zu finden, ebenso wie die BlueSplash von Arne, von der ein Boot vertreten war. Eine modifzierte Palo del Agua war auch dabei.

Die JIF.65 und ihr Derivat die X1K ist selten geworden, obwohl Mario und Jürgen auch diesmal wieder gezeigt haben, dass man damit weit nach vorn fahren kann. Last but not least bleiben zwei Eigenbauten zu nennen. Jürgens "Einfach so" und Jens MiniTUX waren auch diesmal wieder dabei.

Mit dem Krakower "Hüdehus" im Rücken ging es auf den Kurs, der wegen des nicht übermäßig kräftigen Windes zunächst nur als Dreieck, später dann als Dreieck und verkürzte Banane gesegelt wurde. Dadurch wurden die meisten Wettfahrten schon auf der Startkreuz entschieden. Ein gutes Erwischen der ersten Luvtonne - und das war oft nicht einfach - brachte die Ersten meistens so weit nach vorn, dass damit die Vorentscheidung in der Regel gefallen war, wenn es auch trotzdem immer wieder spannende und meist auch regelgerechte Positionskämpfe an der Spitze genauso wie im hinteren Bereich des Feldes gab. Trotz des zum Teil schwierigen Segelns schenkten sich die Teilnehmer nichts, segelten aber auch fair und kringelten im Zweifelsfall ohne zu murren.



Technische Ausfälle gab es diesmal nur wenige. Cord brach die Ruderanlenkung, Mario die Großschot und mein Scan-Empfänger verlor in der Mittagspause seine Programmierung. Davon war nur Cords Schaden nicht reparierbar - er ist dieses Jahr wirklich vom Pech verfolgt.

Den Tagesabschluss machte eine launige Siegerehrung mit viel Gelächter, aber auch mit tollen Sachpreisen. Abgeräumt hat diesmal Andre Dietrich aus Berlin vor Jürgen "Nonno" Schmelzer und Steven Karalus.



Andre, der strahlende Sieger ...



... und seine nagelneue Banquish-Carbon.



Im Reigen der drei Erstplazierten darf ein Bild von Jürgens "Einfach so ..." nicht fehlen.



Stevens Banquish stammt aus der ersten Serie und ist in Glas über einem Positivkern laminiert. Sie war "trotzdem" schnell genug für Platz 3.

Glückwunsch an die drei, die wirklich gut gesegelt sind, und Danke an Ulli für die tolle Organisation.



Last but not least - Ulli überreicht der Wirtin vom Hüdehus ein von allen signiertes Plakat als Dankeschön für die kulinarische Betreuung - übrigens, man kann da wirklich lecker essen!

Achim, GER 253/453

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